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Dienstag, 5. Juni 2018

Unter einem Banner

Copyright: Dead Soft Verlag
Autor: Elea Brandt
Titel: Unter einem Banner
Seitenanzahl: 442 Seiten
Verlag: Dead Soft Verlag
ISBN: 978-3960891772
Preis:
E-Book: 6,99€
Print: 13,95€
Link zur Autoren FB Seite: Elea Brandt
Link zu Amazon: Reykan und Benrik
Klappentext:

Blutroter Schnee. Brennende Zelte. Sterbende Kameraden. 
Jede Nacht durchleidet Reykan erneut die Schrecken des Krieges, in dem er mehr verloren hat als nur eine Schlacht. Reykan sehnt sich nach Frieden, aber sein Pflichtgefühl kettet ihn an den Königshof und zwingt ihn mitten in die Unruhen, welche die Hauptstadt in Atem halten. Als feindliche Truppen die Mauern stürmen und der König vor Reykans Augen stirbt, fällt ihm die undankbare Aufgabe zu, den verwöhnten Kronprinzen Benrik in Sicherheit zu bringen.
Gejagt von skrupellosen Gegnern geraten die beiden ungleichen Männer immer wieder aneinander, bis Reykan beginnt, hinter Benriks Fassade zu blicken. Doch ihre Verfolger kommen näher und Reykan muss sich fragen, wie viel er wirklich für Benrik empfindet und was er bereit ist, für ihn zu opfern.



Bereitstellung des Buches: Rezensionsexemplar als E-Book. Im Rahmen der Fantasywoche 2018

Meine Meinung:

Gleich zu Anfang wird der Leser mitten in den Krieg hineingeworfen, den der König nicht aufgeben will, sei es aus Stolz oder weil er eine Niederlage einfach nicht akzeptieren kann. Es ist tiefster Winter und die Moral der Soldaten, nun, sagen wir mal, darum ist es nicht besonders gut bestellt.
In diesen Zeiten, wo sich die Männer abmühen müssen, ihren letzten Rest an Soldatenehre und Königsstolz zu finden, befindet sich auch Reykan, Hauptmann und ein Vorbild für die Männer.
Als der Krieg zuende ist, ist aber von dem gekannten Hauptmann kaum noch etwas vorhanden. Die Schrecken und Gewalttaten des Krieges holen ihn ein, ziehen ihn immer wieder unerwartet in Flashbacks, sodass er zur Flasche greifen muss, um das irgendwie durchzustehen.

Reykan ist vieles, aber nie ein Säufer, doch die Erlebnisse auf dem Schlachtfeld haben ihn gezeichnet, tief in sein Selbt geschnitten und überhäufen ihn mit schrecklichen Erinnerungen. Schreie, Feuer, Tod, er kann sich dem nicht enziehen. Die Schatten greifen nach ihm, rauben ihm den Verstand und sein einziger Ausweg: Der Griff zum Alkohol.
An einer Stellte musste ich weinen und den Absatz öfter lesen, weil ich es nicht glauben konnte, obwohl es eigentlich klar war.
Aber... waruhuhuuuum?! Mein armes Fangirl-Herzchen. Dabei habe ich ihn so geliebt und Reykans Liebe wird auch im weiteren Verlauf immer wieder deutlich, und sei es nur in Kleinigkeiten.
Als er beschließt, die Armee zu verlassen, weil er es nicht mehr aushält, weil ein König, dem er nicht mehr folgen kann, kein König mehr für ihn. Doch gerade dieser König bindet ihn an einen neuen Schwur, als er Reykan darum bittet, auf seinen Sohn aufzupassen. Und wie könnte Reykan, ein Ehrenmann, diesen Wunsch ausschlagen?
Aber Prinz Benrik ist nicht gerade das, was sich der Hauptmann vorgestellt hat, sondern zeigt sich fast immer als ein naiver Bursche, dessen Prioritäten wo anders liegen.

Der gemeinsame Weg ist lange, denn die Herrschaft ist nicht gesichert und wer würde sich schon gegen einen mächtigen Feldherrn erheben, der die Hauptstadt besetzt und sich zum neuen König krönen lassen will?
Doch Reykan und Benrik schaffen es irgendwie Verbündete zu finden. Dabei lernt der Leser gemeinsam mit Reykan den verwöhnten Prinzen immer mehr kennen und verstehen.

Was mich besonders faziniert hat an diesem Buch: Die Charaktere, egal ob Neben oder Hauptcharaktere. Denn sie alle hatten viel zu bieten und alle ihren Platz in der Geschichte. Keiner kam unnötig oder als Platzhalter rüber.
Vor allem beeindruckte mich Reykan: der Mann, der sich aufgab und sich im Alkohol verlor, weil er die wichtigste Person in seinem Leben verloren hatte und jetzt, nach und nach zurück kehrt in ein Leben, das er eins geführt hat. Die Autorin hat es geschafft, die posttraumatische Belastungsstörung sehr gut aufzugreifen und darzustellen, realistisch darzustellen. Denn ein Krieg ist nichts, wo man gesunden Verstandes raus kommt.
Benrik konnte ich am Anfang gar nicht leiden - da war ich ganz auf Reykans Seite - aber nach und nach fing ich an, ihn zu verstehen und er wurde mir sympatisch, auch wenn ich ihn trotzdem oft genug gerne umgebracht hätte... Respekt an Reykans Geduld mit diesem Trottel...


Die Spannung war gut aufgebaut und es gab oft Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, genauso wie Enthüllungen, die am Anfang ganz anders aussahen und ein anderes Bild vermittelten. Sehr gut gelungen.

Es ist ein Gay - Roman, wer solche Bücher nicht liest, sollte es nicht lesen. Wer sowas aber mag, ist hier genau richtig. 

Fazit:
5 Musiknoten für einen spannenden, emotionalen und fesselnden Gay-Roman.



Spannungsbogen:
Charaktertiefe:
Schreibstil:





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