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Sonntag, 5. November 2017

"Ein Blick genügt" - Tag - Mace Brief




Von: Mace
An: Rita-Faya

Die Wahrheit


Meine geliebte Rita-Faya,

wie soll ich nur mit dir umgehen? Wie dir erklären, was in mir vorgeht, wenn ich doch die Ablehnung in deinem Blick sehe und gleichzeitig mir selbst nicht trauen kann. Wie soll ich all das, was ich fühle in Worte fassen, wenn mich die Worte bei deinem Anblick verlassen?

Wie soll ich dir erklären, wie bezaubernd und schön du auf mich wirkst, wenn ich vor dir stehe und zu stottern beginne? Wenn ich dich nur anzusehen brauche und mich die Sprache verlässt?
Du bist so schön anzusehen, hast deinen eigenen Kopf und stehst zu dem, was du sagst und tust. Du bist aufmüpfig und trittst vielleicht dem ein oder anderen auf die Füße mit deiner ehrlichen Art, aber das macht gar nichts. Ich liebe diese ehrlichen Worte aus deinem Mund, deine Ansichten, deine Art mit deiner Tochter umzugehen und immer für sie da zu sein.
Ganz ehrlich? Ich bewundere dich dafür, dass du eine so gute Mutter bist, obwohl dein Exmann so ein ausgesuchter Idiot ist. Verzeih, dass ich das sage, dass ich mir dieses Urteil anmaße, aber Tany hat mehr von dir als von ihm und sie wird sicher eine genau so starke, genau so faszinierende Person werden, wie du es bist. Ihr starker Charakter, ihre liebevolle Art, das hat sie doch von dir.
Ich liebe deinen Freiheitsdrang, obwohl er mich manches Mal zu schaffen macht, aber das bist eben du und deswegen kann ich es auch nur lieben. Jede deiner Macken hat etwas süßes und ich werde mich hüten, dich verändern zu wollen.
Warum? Weil es dann nicht mehr die Frau wäre, in die ich mich verliebt habe. Manchmal, ja, manchmal da braucht es tatsächlich nur einen Blick und schon ist es geschehen. Mein Herz gehört dir, mein kleiner, stoischer Schmetterling, dessen Flugbahn ich so gerne beobachte, aus sicherer Entfernung, auf dem Boden.
Glaubst du, das wird reichen, Rita? Denkst du, es wird genügen, wenn ich am Boden bleibe und euch zusehe, wie ihr fliegt und euch von hier aus vor allem Unheil beschütze?
Oder wird dir das zu wenig sein? Ich wusste schon immer, dass, wenn ich mich verliebe, ich mein Herz auf ewig an diese eine besondere Frau verlieren werde und ihr stets treu bleiben würde.
Und nun, mein kleiner Schmetterling, bist du diese Frau. Diese Erkenntnis habe ich schon am ersten Tag gehabt, doch meine Zunge, meine Tollpatschigkeit in deiner Nähe, sie machen mich wahnsinnig und lassen mich dir nicht das zeigen, nicht das sagen, nicht das geben, was ich dir eigentlich mitteilen will.
Du machst mich zu einem Tollpatsch und irgendwie, ich gestehe, mag ich es und hasse es zugleich. Denn, wie soll ich dich für mich gewinnen, dich für einen kurzen Augenblick einfangen, wenn ich nicht die Worte finde oder den Mut zu Taten?

Kannst du fliegen, wenn ich am Boden lebe und damit zufrieden sein?
Ich hoffe es, ich hoffe es so sehr, denn dich fliegen zu sehen, ist das Schönste auf dieser Welt.

In Liebe,
Mace





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