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Donnerstag, 16. März 2017

Blogtour: Der Klang des Schweigens

 

Heute macht die Blogtour zu "Der Klang des Schweigens" auf Buchmelodie Halt. Gestern durftet ihr auf Mein Bücherparadies mehr über das Buch und die Autorin selbst erfahren. Bei uns dreht sich heute alles um das Thema "Schicksalsschläge".

Durch einen schweren Unfall, muss Heike Adami einen schweren Schicksalsschlag erleiden, der ihr Leben komplett aus den Fugen wirft.

Wie auch Heike, geht es einem jeden Menschen, der einen schweren Schicksalsschlag erleiden musste. Man wird aus der Bahn geworfen, man findet keinen Sinn mehr zu leben und stellt alles in Frage. Es ist schwer mit so etwas umzugehen und ganz alleine zu schaffen, ist eher sehr schwer. Die Gefahr besteht hier, dass man hier den leichteren Weg wählt, der jedoch der Falsche ist.

Verlustkrisen entstehen nicht nur durch den Tod eines geliebten oder nahestehenden Menschen, sondern auch durch viele andere negative Erlebnisse. Mit Trauer um Familienmitglieder oder enge Freunde werden alle Menschen im Laufe ihres Lebens mehrere Male konfrontiert. Der Tod der Eltern, Lebenspartner oder Kinder stellt Menschen vor eine große Herausforderung, denn oft kann die Trauerarbeit nur mit fremder Hilfe bewältigt werden oder stürzt die Betroffenen in eine tiefe Identitätskrise. Dies kann auch passieren, wenn Trennungen oder Scheidungen, Fehlgeburten oder Schwangerschaftsabbrüche den Lebensalltag erschüttern.


Viele Menschen kommen mit dem Kummer und den massiven Veränderungen, die eine Trennung oder der Verlust eines Menschen bewirken, nur schwer zurecht und reagieren darauf, indem sie an sich selbst zweifeln oder tiefe Schuldgefühle empfinden.
Nicht selten gehen Abschied, Trauer und Verlust mit einem massiven Einbruch des Selbstwertgefühls einher, der es den Betroffenen zusätzlich erschwert, sich nach einem schweren Schicksalsschlag wieder aufzurichten und sich allmählich wieder am Leben zu erfreuen.

Viele Verlustkrisen hängen nicht mit dem Abschied von einem geliebten Menschen zusammen, sondern werden durch Schicksalsschläge wie schwere Krankheiten oder Unfälle ausgelöst, die die Gesundheit oder intakten körperlichen Fähigkeiten negativ beeinträchtigen. Viele Menschen stürzen in eine schwere Identitätskrise, wenn sie ihren Arbeitsplatz verlieren oder mit einer existenzbedrohenden finanziellen Situation konfrontiert werden. Auch wenn materielle Verluste oder berufliche Veränderungen nicht mit dem Tod eines Familienmitglieds vergleichbar sind, können sie dennoch schwere Depressionen oder Lebenskrisen auslösen.

Mit Trauer und Verlust richtig umzugehen, bedeutet in erster Linie, die damit verbundenen Emotionen zuzulassen und bewusst wahrzunehmen. Nur wer trauert, kann lernen, mit den Gefühlen umzugehen und Trost durch die unmittelbare Umwelt anzunehmen. Nur mit einer gezielten Trauerbewältigung können Menschen Verlustkrisen verarbeiten und die Vergangenheit nach dem Abschluss der Trauerarbeit hinter sich lassen. Der Schmerz, den der Tod eines geliebten Menschen oder eine Trennung verursacht, verschwindet in den meisten Fällen nie ganz, Betroffene können aber einen Weg finden, damit umzugehen und wieder Freude am Leben zu empfinden.


Jeder Mensch geht mit Trauer und Verlust anders um, weshalb niemand eine Anleitung geben kann, um den tiefen Schmerz zu verkraften. Viele Menschen lassen sich ihre Emotionen nicht anmerken und trauern still in sich hinein, während andere ihre Trauer nach außen zeigen und vielleicht ihre Mitmenschen damit belasten. Unabhängig von der individuellen Art, mit Schmerzen und Trauer umzugehen, sollten diese Emotionen immer zugelassen und dürfen keinesfalls unterdrückt werden.

Vielen Menschen hilft es, Verlustkrisen im Gespräch mit nahestehenden Menschen zu thematisieren und ihre Gefühle wie Verzweiflung, Angst oder Wut mitzuteilen. Über Probleme zu sprechen ist oft die beste Möglichkeit, sich von der psychischen Last zumindest teilweise zu befreien. Wenn keine Vertrauenspersonen für ausgiebige Gespräche zur Verfügung stehen, empfiehlt es sich, therapeutische Hilfe in Erwägung zu ziehen. Wer mit dem Schmerz nicht umgehen kann und das Gefühl hat, in einem Teufelskreis gefangen zu sein, sollte unbedingt einen Arzt konsultieren, der die psychische Verfassung beurteilen kann und gegebenenfalls eine Psychotherapie oder andere professionelle Hilfe vorschlagen wird. Oft kann die Trauerarbeit schneller bewältigt werden, wenn die Gefühle und Gedanken mit fremden Menschen gezielt analysiert und dadurch bewusster wahrgenommen werden.

Auch Selbsthilfegruppen unterstützen Menschen, die sich in emotionalen Ausnahmesituationen befinden. Betroffene können sich in solchen Gruppen mit anderen Personen austauschen, die Ähnliches erlebt haben und daher die schwere psychische Last genau nachvollziehen können. Gerade Menschen, die sich durch den Verlust eines Partners oder Familienmitglieds alleingelassen fühlen und ihr Leid mit niemandem teilen können, finden in Selbsthilfegruppen Gleichgesinnte, die sich gegenseitig Trost spenden. Auf diese Weise entstehen oft intensive Freundschaften, die neuen Mut geben und ein Leben lang halten können.


Auch wenn Reden in den meisten Fällen als eine Art Katharsis wirkt, sind viele Menschen dennoch nicht in der Lage, sich in Gesprächen zu offenbaren und ihre Gefühle mit anderen Menschen zu teilen. In solchen Fällen kann es helfen, die negativen Erlebnisse schriftlich zu formulieren. Viele Menschen finden Trost darin, ihren Schmerz in Form von Tagebüchern, Gedichten, Kurzgeschichten oder schriftlichen Skizzen zu Papier zu bringen. Internet-Foren bieten die Möglichkeit, sich mit Menschen in ähnlichen Situationen schriftlich auszutauschen, ohne dabei persönliche Verpflichtungen einzugehen oder in direkten Kontakt zu treten. Schmerz kann auch als kreativer Impuls genutzt werden. Zeichnen und Malen eröffnen wirksame Perspektiven, um sich von negativen Gefühlen zu reinigen und die psychische Last auf künstlerische Weise zu thematisieren.

Gefühle von Trauer und Verlust bewirken oft, dass sich Betroffene in dieser Ausnahmesituation vernachlässigen und vergessen, dass gewisse Situationen im Leben weiterhin Freude bereiten können. Daher ist es wichtig, sich nicht vollständig zurückzuziehen, sondern nach der ersten Trauerphase allmählich damit zu beginnen, frühere Aktivitäten und Unternehmungen wieder aufzunehmen. Vielen Betroffenen gelingt es, ihren Schmerz zumindest teilweise zu vergessen, indem sie intensiv Sport treiben, sich auf berufliche oder familiäre Verpflichtungen konzentrieren oder durch eine lange, interessant gestaltete Reise Abstand gewinnen. Die belastenden Gedanken können dadurch zeitweise verdrängt und durch positive Erfahrungen ersetzt werden. In dieser Phase der allmählichen Neuorientierung kann das seelische und körperliche Gleichgewicht schrittweise wiederhergestellt werden. Ein wiederaufgenommener Alltag und neue zufriedenstellende Lebensaufgaben ermöglichen ein gestärktes Selbstbewusstsein und dadurch die Fähigkeit, die Verlustkrise mit Optimismus und einem positiven Blick in die Zukunft zu bewältigen.


Persönliche Erfahrung:
Auch ich selbst hab schon einmal einen schweren Schicksalsschlag erlitten, als mein Opa, als ich 8 Jahre alt war, von uns gegangen ist. An dem Tag als er eigentlich das Krankenhaus verlassen hätte dürfen, hatte er eine Gehirnerblutung bekommen und ist daran verstorben. Er war mein liebster Opa und für mich immer der Anker in meinem Leben und durch seinen Tod ist für mich dieser Anker verschwunden. Es war schwer für mich damit umzugehen und ich habe sehr gelitten. Damals hatte ich an dem Tag, an dem ich von seinem Tod erfahren habe, so viel Tränen vergossen, dass ich an der Beerdigung nicht mehr dazu fähig war zu weinen. Ich hätte nie gedacht, dass ich es irgendwie überwinden könnte und es war auch schwer für mich. Ich war 8 Jahre alt, konnte das alles noch nicht so richtig verstehen und es war niemand für mich da, der wirklich mit mir darüber gesprochen hatte. Ich war auf mich alleine gestellt und hatte mich von damals an in mich selbst verkrochen und mich mit meinem Glauben an Gott darüber hinweggetröstet. Sehr geholfen hat mir hier meine Lieblingsgroßtante, die Schwester meines Opas, die in einem Kloster war und mir so sehr beigestanden ist.
So richtig habe ich es bis  heute nicht verkraftet, aber es wird besser.. Erst vor kurzem, wie meine "Lieblingsgroßtante" gestorben ist, hat ein Freund zu mir gemeint: "Alle sagen immer es wird alles gut, aber das stimmt nicht. Es wird nicht gut, aber es wird besser." Damit hat er wirklich recht und ich denke, wenn man sich daran festhält und an seinen Glauben und daran, dass der Mensch in einer besseren Welt ist und man diese Person irgendwann wieder sehen und in den Arm nehmen kann, hilft einem wirklich sehr.


Morgen geht es bei Katja auf Miss Roses Bücherwelt weiter, wo ihr mehr über das Thema "Energieübertragung" erfahren könnt.

Gewinnspiel:

Auch heute könnt ihr wieder für einen der folgenden Gewinne in den Lostopf hüpfen:
  • 3 x 1 Print

Alles was ihr dafür tun müsst ist, folgende Frage zu beantworten:

Hattet ihr schon einmal mit einem Schicksalsschlag umzugehen? Wie seid ihr damit zurecht gekommen?

Teilnahmebedingungen:

  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert.
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
  • Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn.
  • Das Gewinnspiel endet am 19.3.2017 um 23:59 Uhr




1 Kommentar:

  1. Ja, hatte ich schon. Ich habe mich versucht, damit auseinanderzusetzen, viel mit der Familie gesprochen, was schönes unternommen.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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