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Mittwoch, 8. Februar 2017

Diamond Geezer: Deep Desire

Autor: Chloe Jackson
Titel:  Deep Desire
Reihe: Diamond Geezer Band 1
Seitananzahl: 298 Seiten
Verlag: Written Dreams Verlag
ISBN: 3946726313
Preis:
E-Book: 3,99€
Print: 12,99€
Link zur Autoren FB Seite: Chloe Jackson
Link zu Amazon: Emily und Daniel
Klappentext:

Die schlagfertige Emily könnte sich viele Varianten eines entspannten Abends vorstellen – der Besuch in einer Strip-Show gehört allerdings nicht dazu. Doch Emily wird vor vollendete Tatsachen gestellt: Tickets für die legendären Diamond Geezer. Um ihrem tristen und vor allem verhassten Verkäuferinnen-Alltag für ein paar Stunden entfliehen zu können, stimmt Emily der Abendplanung ihrer besten Freundin zähneknirschend zu. Die Show lässt Emily nicht so kalt, wie sie vermutet hätte, und ganz besonders Daniel, der Star der Truppe und ihr Aushängeschild, hat es Emily angetan. Doch die Faszination beruht auf Gegenseitigkeit. Daniel ist es gewohnt, zu bekommen, was er will, aber Emily möchte trotz seiner selbstbewussten Flirtereien nicht als weitere Kerbe in seinem Bettpfosten enden. Ihre Wege trennen sich, doch der Zufall ist gegen sie und zeigt beiden, was ihnen bislang im Leben fehlte. Aber kann eine Beziehung zu einem Mann wie Daniel überhaupt funktionieren?


Bereitstellung des Buches: Rezensionsexemplar. Vielen Dank dafür an den Verlag. Nichtsdestotrotz beinhaltet die Rezension meine ehrliche Meinung und wird in keinster Weise vom Verlag/Autor abhängig gemacht.

Meine Meinung:

Emily ist nicht zufrieden mit ihrem Leben, ändert aber auch nichts an dem Zustand, in dem sie sich seit drei Jahren befindet. Nur ihre beste Freundin Annie schafft es, Emily ab und an mal aus ihrem Schneckenhaus zu holen und so überredet Annie Emily dazu, auf eine Strippshow zu gehen. Eigentlich hat Emily gar keine Wahl, denn Annie ist eine Persönlichkeit, die selten nachgibt, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat.

Und bei dieser Strippshow ändert sich alles, denn einer der Stripper – Daniel – bekundet Interesse an der jungen Frau, die sich stets im Schatten ihrer besten Freundin stehen sieht.
Aber Emily weiß, wohin das führen wird und sie ist keine Frau, die sich gerne als Kerbe im Bettpfosten eines Mannes wiederfinden möchte.
Daniel, attraktiv, heiß, sexy und bei der Frauenwelt höchst begehrt, kann es nicht glauben, dass eine Frau ihm, tatsächlich und ausgerechnet ihm eine Abfuhr erteilt, obwohl er doch nur zu deutlich sieht, wie Emily ihn mit ihren Augen auszieht. Mit ihrer Hartnäckigkeit und ihrem Durchhaltevermögen hat er jedoch nicht gerechnet und sie geht ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf.
Von Anfang an merkt man das Knistern zwischen den beiden, die Anspannung und geladene Atmosphäre. Würde jemand mit dem Feuerzeug spielen, ich glaube, es würde eine Explosion geben, sobald das Feuer nur zu züngeln beginnt.

Emily ist frech, schüchtern, liebevoll, loyal. Aber auch eine ziemliche Kratzbürste und geht öfter mal in die Luft, handelt schneller, als sie denkt und manchmal – eigentlich ganz oft – wollte ich sie schlagen und schütteln und anschreien, dass sie ihr Hirn einschalten soll, bevor sie falsche Schlüsse zieht.
Tja, hätte wahrscheinlich eh nichts gebracht.
Daniel ist da ehrlich gesagt auch nicht besser: Jede Nacht eine Neue, nur nicht festlegen, nur nicht sesshaft werden, obwohl ihm die bedeutungslosen Nummern langsam aber sicher nicht mehr das bescheren, was er immer genossen hat. Ihm fehlt die Bedeutung und seine kalte Wohnung erdrückt ihn fast.
Aber statt seinen Hintern hoch zu bekommen, verrennt er sich ebenfalls und dann explodieren die Emotionen zwischen den beiden und es gibt auf beiden Seiten Verletzungen. Daniel hätte ich gerne an einen Stuhl gefesselt und ihm die Waffe vors Gesicht gehalten, damit er endlich alles ausspricht, was ihm auf der Seele brennt, um diese elendigen Missverständnisse zwischen ihm und Emily zu klären.
Ehrlich mal! Hätten die beiden eine Möglichkeit gefunden, sich wie anständige Menschen zu unterhalten und mal Klartext zu reden, hätten sie sich sehr viel Herzschmerz erspart. Boah, also in manch einer Szene hätte ich echt gerne meinen Kindle gegen die Wand geschleudert ò-ó 
Und dann waren es doch wieder diese Ecken und Kanten, diese Makel, die die beiden so authentisch und ehrlich haben wirken lassen. So sympathisch machten, weil nicht alles glatt lief, aber was läuft schon im Leben glatt?
Ach man, reinste Zwickmühle, ich kann mich nicht entscheiden, ob ich die beiden lieben oder ihnen die Köpfe einschlagen soll.

Aber Annie und Sam – die besten Freunde von Emily und Daniel – sind genial. Sam ist so ein sexy Kerl, aber auch kein Kind von Traurigkeit, Annie erst recht nicht und doch passen die beiden super zusammen, wobei ich hier echt mega gespannt bin, wie es zwischen ihnen weiter geht.
Zumindest stehen sie ihren Freunden mit Rat und Tat – und Alkohol – zur Seite und runden das ganze Konstrukt ab.
Ich liebe Annie, das ist nicht zu bestreiten!

Chloe Jackson schafft es mit ihrem Debütroman, mich zu packen und in witzigen, leicht sarkastisch angehauchten Dialogen und Schlagabtauschen mich zu halten, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Ich wollte lesen und lesen, um zu wissen, was weiter ist und wie die Geschichte von Daniel und Emily endet.

Aber was ganz mies ist, ist das Ende!! Ja, ich weiß, der Verlag hat ganz klar gesagt, dass es einen Cliffhanger geben wird und er da ist, aber ich naives Ding dachte, dass es ja nicht so schlimm sein kann und was ist?
Boah, ich zerbreche mir schon die ganze Zeit den Kopf darüber, wie es weiter geht, was passiert, ob es gut geht. Und dabei muss man noch ewig warten! (Gut, ewig ist übertrieben, aber trotzdem!) Am liebsten hätte ich es jetzt sofort schon und möchte weiter lesen.


Fazit:
4,5 Musiknoten. Einfach weil mich Daniel und Emily manchmal verzweifelt zurück ließen und ich sie nur noch schlagen wollte, aber der Roman ist so gut, das Debüt wunderbar gelungen und die ganze Geschichte in sich so stimmig, dass ich einfach hoch runden muss, und 5 Musiknoten daraus mache.
Ich hoffe sehr, dass die Fortsetzung mit dem ersten Teil mithalten kann und zähle schon die Tage.


Spannungsbogen:
Charaktertiefe:
Schreibstil:





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