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Dienstag, 17. Januar 2017

Ein Jahr zum Leben

Autor: Emilia Fuchs
Titel: Ein Jahr zum Leben
Reihe: Die Jahr Reihe - Band 1
Seitananzahl: 184 Seiten der Printausgabe
Verlag: Selfpublisher
ASIN: B01N7KY2AWPreis:
E-Book: 3,99€
Print: /
Link zur Autoren FB Seite: Emilia Fuchs
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Klappentext:

Ein neues Jahr beginnt - für Eve ein absolutes Reizthema. Sie hat gerade erst ihren Vater verloren und Vorsätze sind so ziemlich das Letzte worauf sie Lust hat. Und dann ist da auch noch Ben, dieser unverschämt gutaussehende Typ, der ihr durch seine provozierende Art den letzten Nerv raubt. Er schlägt ihr einen Deal vor, den sie einfach nicht abschlagen kann. Ein Deal mit Schlössern, Lavendel und der Mona Lisa, der die beiden quer durch Frankreich führt. Ein Roman über Vorsätze, das Leben und die Liebe.

Bereitstellung des Buches: Rezensionsexemplar. Vielen Dank dafür an die Autorin. Nichtsdestotrotz beinhaltet die Rezension meine ehrliche Meinung und wird in keinster Weise vom Verlag/Autor abhängig gemacht.

Meine Meinung:

Eve verliert an einem Abend alles: Ihren Vater, ihre innere Ruhe, ihre Gewissheit, wer sie eigentlich ist. Und während das Leben an ihr vorbei zieht, versucht sie mit ihrer Trauer klar zu kommen, wobei sie mehr in ihrem Loch versinkt, als wirklich festen Boden unter den Füßen zu erhaschen.
Doch wozu hat man schließlich beste Freundinnen? Denkt sich wohl auch Maria, als sie am Silvesterabend einer depremierten und verlorenen Eve Neujahrsvorsätze aufdrängt. Wenn sie sie nicht erfüllen, würde das Pech über sie hereinbrechen.
Eve schreibt ihren Zettel, aber es kommt so rüber, als ob sie nicht wirklich daran arbeiten will.
Und dieser Eindruck bestärkt sich, denn auch nach sechs Monaten hat sie noch keinen Punkt auf ihrer Liste in Angriff genommen.

Als sie beschließt, einen Punkt auf ihrer Liste zu erfüllen, begegnet sie Ben: gutaussehend, heiß, fährt ein Motorrad und seine Augen verzaubern einen. Zudem ist er unglaublich spontan und so geht Eve auf seinen hirnrissigen Vorschlag an, ihr dabei zu helfen, ihre Vorsätze zu erfüllen. Eve ist bei ihm so herrlich sarkastisch und schnippisch und Ben ist im allgemeinen ein komischer Vogel.




Bis hier hin war das Buch ja schon gut, doch als sie sich auf die Reise machen, wird es umso besser und spannender, allen voran, als sie in Pont-Aven ankommen und für Eve eine Suche nach Antworten beginnt, nicht nur über ihre Mutter und ihre eigenen Wurzen, sondern auch über ihre Gefühle für den verwirrenden Mann. Denn alleine Ben schafft es, sie aus ihrer Trauer rauszureißen und sie dabei zur Weißglut zu treiben.

Doch auch Ben trägt Schatten in sich und eine Bürde auf den Schultern, von der er Eve nichts erzählt und hinter seine Maske können Eve und wir Leser erst nach und nach blicken. Wobei manchmal nicht ganz klar ist, ob hinter seinem überaus großem Ego noch etwas anderes Platz hat, als dieses aufgeplusterte Schweinchen in Rosa ;)

Was ich besonders gerne an dem Roman mochte, ist der Schreibstil: Locker, entspannt, flüssig zu lesen und die Beschreibungen waren weder zu kurz, noch zu lang. Ein gutes Mittelmaß, sowie einfach wundervolle Dialoge, die mal spritzig, mal nachdenklich, mal zum Lachen und mal zum Lippen zusammenpressen für mich waren.

Auch die Charaktere sind authentisch dargestellt und die Entwicklung findet innerhalb der Zeit, wo Eve und Ben unterwegs sind statt, nicht zu schnell, aber auch nicht schneckentempo langsam, was es zu einem Vergnügen macht, es zu lesen und mit den Charakteren zu leben.

Einziges Manko:
Gerade am Anfang hat mir Gefühl gefehlt. Es hätte ruhig mehr sein können, mehr Erläuterung, wie sie in ihrer Trauer versinkt, das war für mich persönlich noch etwas zu sehr an der Oberfläche.

Fazit:

4 Musiknoten, weil mir das mit den Emotionen am Anfang wirklich gefehlt hat. Wäre es da gewesen, so wäre es umso perfekter geworden. Dennoch ist das Buch zu empfehlen und nicht nur zwischen den Jahren, sondern das ganze Jahr über. Denn jedes Jahr aufs Neue heißt es doch: "Ein Jahr zum Leben" ;)


Spannungsbogen:
Charaktertiefe:
Schreibstil:





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