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Freitag, 11. November 2016

Sonnenschein und Finsternis

Autor: Aurelia Velten
Titel: Sonnenschein und Finsternis
Reihe: Boston Berserks 6
Seitenanzahl: 492 Seiten
Verlag: Hippomonte Verlag
ISBN: 978-3946210054
Preis:
E-Book: 2,99€
Print: 14,99€
Link zum Buch: Sonnenschein und Finsternis
Link zur FB Seite: Aurelia Velten

Klappentext:
Honey-Blue Oh ist Physikerin. Sie hat nicht nur den wohl absurdesten Namen der Welt, sondern auch noch eine Mutter, die ihr schon immer das Gefühl gibt, zu schlau und karrierefixiert zu sein. Davon hat sich Honey-Blue nie beeinflussen lassen, bis sie schließlich von ihrem Freund für eine andere sitzen gelassen wird. In einem Anflug von Wahnsinn verwandelt sie sich in genau das dumme Blondchen, das sich ihre Mutter immer zur Tochter gewünscht hat.
In einer Bar trifft sie auf den mürrischen Profibasketballspieler Timothy Gray. Eigentlich hätte es nur ein One-Night-Stand sein sollen, doch am nächsten Morgen ist Tim nicht bereit, Honey-Blue gehen zu lassen. Ihre Frohnatur lässt seine inneren Dämonen endlich verstummen. 
Je näher sich die beiden kommen, desto schwerer fällt es Honey-Blue jedoch, ihre Rolle aufrechtzuerhalten …


Meine Meinung: 


Honey-Blue, eine junge Frau, die als Professorin an der Universität Boston forscht und arbeitet, hat genug davon, dass ihre Mutter sie als unweiblich und zu rational bezeichnet. Als noch ein Vorfall mit ihrem Freund Thomas dazwischen kommt, scheint bei der sonst so besonnenen und logisch denkenden Honey-Blue eine Sicherung durch zu brennen und sie beschließt, dass es mal Zeit dafür wird, sich wie ein dummes Blondchen zu benehmen!
Körperbau und Haarfarbe passen zumindest super in diese Vorlage und so schlüpft sie in ihrer Wut auf ihre Mutter und Thomas in die Rolle einer unterbelichteten jungen Frau, die mit ihren Reizen nicht geizt und damit alles bekommt, was sie will.



Timothy Grey, Profibasketballer und Mitglied der Boston Berserks, ist der Schattenmann, der niemals lacht. So etwas wie Freude oder gar ein Lächeln sucht man vergebens bei diesem Mann, stattdessen findet man Schatten und Dunkelheit in seinem Blick.
Düster, gefährlich und ein Pulverfass kurz vor der Explosion, so wirkte der Schattenmann oft auf mich in den letzten 5 Büchern der Boston Berserks Reihe.

Und nun ist es ausgerechnet Tim, dem Honey-Blue in die Arme läuft. Fröhlich, lachend, strahlend und zärtlich ist sie das genaue Gegenteil von ihm und schafft es für einen Augenblick die Schatten aus ihm zu vertreiben… eher zu verdrängen, das trifft es am ehesten.

Honey-Blue ist in ihrer gespielten Dummheit einfach nur amüsant zu erleben, denn gleichzeitig entdeckt sie ihre Weiblichkeit und wie sie mit entsprechender Mimik und Gestik auf die Männerwelt wirkt, was ihr bis dato gar nicht so bewusst gewesen ist.
Außerdem bekommt man in diesem Band unglaubliche Seiten von Tim zu sehen, die einfach nur toll sind, genauso erfährt man auch, was ihn zum Schattenmann gemacht hat und seine Vergangenheit ist wirklich nicht ohne.

Zwei gänzlich unterschiedliche Charaktere, zwei Lebensweisen und Grundhaltungen und doch scheint es zwischen ihnen für den Moment zu funken, die Flamme der Leidenschaft geradezu zu explodieren, sodass Tim nicht abgeneigt ist, Honey-Blue zu „behalten“.
Doch wie lange kann sie ihre Lüge aufrecht erhalten?
Und haben die beiden überhaupt eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft oder ist es doch nur eine Affäre die sie zusammenhält?


Wundervolle Charakterausarbeitung und wieder einmal eine gelungene Balance zwischen trauriger Vergangenheit und starker Persönlichkeit in der Gegenwart.
Zudem begrüßt man alte Bekannte aus den früheren Bändern wieder und ich bin verliebt. Sooo verliebt: Nigel *_* James *_* -anschmacht -

Und jetzt zu etwas, was mich im letzten Buch echt genervt hat beziehungsweise zu jemandem:
Marc Dean!
Dieser nichtsnutzige, lächerliche, sich in Selbstmitleid verlierende und suhlende Idiot! Jedes Mal, wenn ein Kapitel mit ihm anfing, hätte ich einfach nur Kotzen können und dachte mir, dass ich den Idioten nicht lesen will. Nein, will ich nicht! Will ich einfach nicht, zum Henker noch eins! Warum schiebt die Autorin den Idioten schon wieder rein?
Und dann: Ja, gut, okay. Ich versteh ihn. Ja, es macht Sinn. Ja, es tut weh. Okay… gut, ich gebe ihm ein paar Sympathiepunkte zurück.
Oder: Juhu! Er hat ja doch noch so etwas wie Eier in seiner Hose! Etwas verkrüppelt, aber hey, er bekommt sie wieder! Halleluja!
Das waren dann so meine Gedanken am Ende der Kapitel, die in seinem Namen standen.

Himmel noch eins, ich hoffe sehr, dass dieser Trottel sich bald zusammenreißt und alles wieder gerade biegt, was er kaputt gemacht hat!
Also die Nebenstory um Marc und Ella hat mich echt durch ein Gefühlsbad geschickt…


Fazit:
5 Musiknoten für einen gelungenen, sechsten Teil einer genialen Sportlerreihe! Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt und gleichzeitig habe ich mit den Charakteren mit gelitten – oder habe Marc ausgelacht, weil er ein Vollhonk ist! – sodass ich auch Tims Geschichte ohne schlechtes Gewissen, sondern voller Überzeugung weiterempfehlen kann!







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