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Sonntag, 31. Juli 2016

Kurzgeschichte: Let her Go

Kapitel 1


Dunkle Wolken zogen über London hinweg, türmten sich über den Dächern der Metropole und verhießen einen heftigen Schauer. Ein Gewitter, das den Himmel zerreißen und den Abend zum Tag machen würde.
Selina stand unter diesem sich langsam ankündigenden Wolkenbruch und konnte nicht glauben, was sie gerade gehört hatte.
Ich will dich nicht mehr. Es war ein Fehler, mich auf dich einzulassen. Du bist nicht meine Gefährtin, dafür fehlt dir die Kraft. Nicht einmal Krallen besitzt dein schwächlicher Menschenkörper, ganz abgesehen von deinem labilen Geisteszustand.
Das Problem dabei war nur, dass sie diese Worte nicht gerade gehört hatte. Gerade war über eine Stunde her und sie fror fürchterlich, während der Wind um sie pfiff und an ihrem schneeweißen Mantel zerrte. Aber es kümmerte sie nicht, sie bemerkte das Taubheitsgefühl nicht einmal wirklich.
Es war vorbei.
Er hatte sie angelogen.
Jedes seiner Worte war eine pure Lüge gewesen, eine Geschichte und sein Versprechen hatte er gebrochen.
Ob er überhaupt jemals daran gedacht hatte, dieses Versprechen einzulösen?
Wahrscheinlich nicht, so leicht wie es ihm gefallen war, sie hier stehen zu lassen.
Mitten auf dem Platz des London Eyes, wo sie sich verabredet hatten. Dem Ort ihres ersten Kusses. Dem Ort, an dem sie gemerkt hatte, dass er ihr mehr bedeutete.
Die ersten Regentropfen fielen, verfingen sich in ihren pechschwarzen Haaren, die sie sich heute zu Locken gedreht hatte, weil Drew es liebte, wenn sie Locken trug. Wie dumm sie doch war.
Die Perlen liefen ihre Wangen hinab, manche fand den Weg über ihre Lippen und fielen in den freien Fall von ihrem Kinn, zeichnete Spuren auf ihrem versteinerten Gesicht.
Sie konnte nicht weinen, sollte der Himmel es für sie übernehmen.



Jeder Muskel ihres Körpers zitterte, während sie unter dem heißen Wasserstrahl der Dusche stand und versuchte sich aufzuwärmen. Sie wusste, dass das Wasser zu warm eingestellt war, aber sie spürte die Hitze nicht, wollte die Wärme in sich aufsaugen, doch es war nicht genug. Es schien, als wäre jedes Gefühl aus ihrem Körper verschwunden.
Verlassen. Er hatte sie verlassen.
Es war so einfach und doch so weitreichend.
So leicht und so zerstörerisch.
Sie würde niemals wieder ihr Herz gänzlich kitten können. Nicht heute unter der heißen Dusche und auch nicht in zwei Jahren.
Sie war auf sich alleine gestellt.

Seine Krallen fuhren durch Fell, Muskeln und Knochen. Sein Kiefer zersplitterte das Genick des Luchses und er spuckte das Blut aus seinem Maul. Geifer tropfte herab und ein wildes Knurren entkam ihm.
Verlassen musste er sie, um sie zu schützen. Sein Herz hatte sie in ihren Händen gehalten und war zu seinem größten Schwachpunkt geworden. Wie könnte er sie der Gefahr dieses Krieges aussetzten?
Die Kämpfe nahmen immer mehr zu, die Luchse griffen immer öfter an, sogar Alexia wurde bereits entführt. Wie könnte er Selina in solch eine Situation bringen? Wie konnte er es mit seinem egoistischen Wunsch vereinbaren, sie bei sich zu haben, wenn er der Grund war, dass sie sich nicht in Sicherheit befand?
Sein ganzer Körper war angespannt, während er ein Brüllen ausstieß und zu laufen begann. Erst langsam, dann nahm der schwarze Panther immer mehr an Geschwindigkeit auf, versuchte zu fliehen vor den Bildern, die sich unweigerlich und für immer in seine Netzhaut gebrannt hatten.
Selinas erschüttertes Gesicht. Wie ihre Augen an Glanz verloren. Wie ihr Lächeln in sich zusammenfiel und sie aussah, als hätte ihr jemand mit einem Mal alles Blut ausgesaugt.
Verletzt. Verraten. Allein gelassen.
Von ihm, ihrem Gefährten, der geschworen hatte, sie zu lieben und zu beschützen.
Er hatte sie gehen lassen müssen, doch weder Panther noch Mann gefiel diese Entscheidung.
Er hatte sie gehen lassen müssen, für die Sicherheit ihres Lebens.
Ob es noch ein Leben war mit gebrochenem Herzen?

Zwei Monate später

Zähneknirschend pfefferte Drew die Zeitung auf den Tisch und goss sich Kaffee nach. Es war sieben Uhr morgens und sein Körper müsste müde von der Nachtschicht sein, die er eingelegt hatte, doch das Adrenalin rauschte durch seine Blutbahn. Er hatte das Gefühl, gleich in Flammen aufzugehen. Dieser beschissene Artikel in der Zeitung versetzte in Angst und Sorge.
Wie konnte sie sich nur so gehen lassen?
Wut übermahnte ihn, dabei hatte er sich doch beruhigen wollen, doch alles in ihm drängte danach, zu ihr zu laufen und ihr die Leviten zu lesen. Sein Blick wanderte zurück zur Zeitung, besser gesagt zur Klatschspalte und blieb an ihrem Bild hängen.
Selina war nur noch Haut und Knochen. Ihr eins wohlgeformter Körper mit den sexy Kurven, die er so an ihr liebte, war nur noch ein Strich in der Landschaft. Kein knackiger Hintern, den seine Hände umfassen konnten. Keine füllige Oberweite, die sich so aufreizend an seinen Oberkörper drängte, wenn sie mit ihm ins Bett wollte.
Ihre Arme und Beine nur noch längliche Knochen, umspannt mit ihrer zarten Haut. Das Kleid saß eng, verbarg ihre Rippen nicht, die sich unter dem Stoff abzeichneten. Ihr Blick war hart, die grünen Augen kalt und der Zug um ihren herrlich sinnlichen Mund verbittert. Jetzt machte sie ihrem Titel als "Eisprinzessin der Designerwelt" alle Ehre.
Jetzt hatte er sie tatsächlich so weit getrieben, dass sie ihren Schutzschild überall trug.
Passend zu ihrem erschreckenden Anblick auf dem Foto war die reißerische Überschrift des Artikels "Topdesignerin ein Knochengestell: Selina Tortch der Magersucht verfallen?"
Vielleicht sollte er ihr tatsächlich einen Besuch abstatten und sie übers Knie legen, weil sie ihre Gesundheit so aufs Spiel setzte.
Er seufzte auf über sich selbst und seinen dummen Gedanken. Was hatte er schon für ein Recht sie anzufahren? Er hatte sie verlassen, um sie zu beschützen und sie richtete sich Zugrunde.
Wieso kümmerte sich keiner um sie? Warum schottete sie sich eigentlich ab, statt eine ihrer Freundinnen aufzusuchen?
Aber man sah Selina niemals außerhalb des roten Teppichs, wenn sie sich die Güte gab und zu einer Modeshow kam, obwohl wahrscheinlich ein großer Teil der Paparazzi hinter ihr her war.
Einen Skandal um Selina Tortch ließ sich diese gierige Meute, die gerne in der Dreckwäsche anderer wühlte, nicht entgehen.
Drew fuhr sich fahrig über das Gesicht, lehnte sich an den Tisch und schloss die Augen, seine Hände dabei zu Fäusten geballt. Was sollte er nur machen? Er konnte nicht zu ihr, sie nicht um Verzeihung bitten, denn die Gefahr war noch lange nicht vorbei und er wollte sie einfach nicht in der Schusslinie haben, während die Luchse dem versteckten Dorf in den Bergen der Katzen immer näherkamen.
Er konnte sie nicht beschützen, wenn er doch auf sein Rudel achten musste und sie würde sich sicher nicht dazu überreden lassen, in den Wäldern bei seiner Familie zu leben. Er war doch so ein Idiot.

Selina fühlte sich müde und ausgebrannt. Wieso fiel die Presse nur so über sie her? Sie zeigte sich schon kaum noch auf öffentlichen Veranstaltungen, nur dann, wenn es sich gar nicht vermeiden ließ.
Sie verschanzte sich in ihrem Büro, zeichnete an Entwürfen, nähte die Probestücke und überließ alles andere Ella, ihrer rechten Hand. Diese übernahm die Aufgaben, kümmerte sich um die Kunden und die Models, ließ keinen an sie heran, denn sie sah, dass Selina zu keinem sozialen Kontakt gerade fähig war. Das liebte sie so an Ella: ihre unerschütterliche Treue und Loyalität. Sie fragte sie nicht aus, sie tat einfach das, was sie als das Beste für ihre Chefin hielt und dafür war sie Ella dankbar.
Erschöpft ließ sich Selina in ihr Bett fallen und starrte an die Zimmerdecke. Vielleicht sollte sie sich eine Auszeit gönnen. Aufhören, an Drew zu denken. Ein Tapetenwechsel würde ihr wahrscheinlich wirklich nicht schaden. Vielleicht könnte sie sich auch von einem anderen Ort um ihre Abteilung kümmern und Ella immer neue Entwürfe schicken.
Selina lächelte leicht, weil ihr die Idee gefiel.
Ja, es war eine Flucht, aber es war eine gute Strategie, einfach abzutauchen, bis sich der Rummel um sie und ihre mögliche Magersucht gelegt hatte. In ein paar Wochen, wenn sie keiner mehr zu Gesicht bekam von der Presse, würden sie das Interesse an ihr verlieren.
Sie würde sich zurückziehen, abschotten und einfach nur für sich und ihre Designs leben. Den Rhythmus selbst bestimmen und hoffentlich wieder ihre Mitte finden, nachdem dieser unsinnige, arrogante, intrigante Panther alles in ihr durch einander gewirbelt hatte und dann einfach abgehauen war.
Zurück zu mir selbst. Das ist das Ziel!

Drew schlich auf Samtpfoten um das Haus herum, suchte nach Licht, doch alle Fenster wiesen nur gähnende Leere auf. Nicht einmal in ihrem Atelier brannte Licht, obwohl dort immer eine Nachttischlampe an war, weil sie oft bis weit in die Nacht an ihren Entwürfen saß und entweder skizzierte oder nähte.
Er hatte noch zu gut das Bild vor Augen, wie sie es sich vor dem Kamin im Schneidersitz auf dem weißen Teppich bequem gemacht hatte, gebeugt über ein Hemd und daran hochkonzentriert nähte. Ihr langes, gewelltes Haar hatte sie zu einem nachlässigen Dutt gebunden, woraus sich bereits einige Strähnen gelöst hatten, dabei trug sie nur eins seiner dunkelblauen Hemden.
Es war eine der Nächte gewesen, in denen sie auf ihn gewartet hatte, bis er die nächste Patrouillenschicht über die Vorgänge informiert hatte und zu ihr gekommen war. Sie erwartete ihn, war aber gänzlich vertieft in ihrer neusten Kreation.
Um sie herum lagen Blätter mit Skizzen verteilt, Stifte und Kugelschreiber tummelten sich quer durch die Ideenflut auf dem Boden und mittendrin seine Selina.
Schön, eigensinnig, liebenswert, stark und berauschend.
Sie war alles, was er sich jemals von seiner Gefährtin gewünscht hatte und so viel mehr.
Mochte sie nach außen die kalte Prinzessin geben, die Eiskönigin schlecht hin, so war das doch nur eine Maske und darunter verbarg sie eine zwar stolze, aber leidenschaftliche und sensible Frau. Nur Wenigen war es vergönnt unter diese Maskerade zu blicken und er gehörte zu den Glücklichen.
Doch er hatte es vermasselt.
Und als er jetzt in genau diesem Atelier stand, wo sie ihn einst mit Freude in den Augen empfing und ihm um den Hals fiel, bemerkte er die Kälte und Leere.
Das ganze Haus war leer, der Kamin erkaltet und ihr Geruch kaum noch in der Luft vorhanden.
Ihr Kleiderschrank zur Hälfte leer, ihre Döschen, Parfüms und alles, was eine Frau brauchte oder nicht, nicht mehr im Bad vorhanden. Auch das Auto stand nicht in der Garage, das hatte er bereits überprüft.
Langsam, müde, ging er zum Schreibtisch und betrachtete sich das Chaos. Noch immer waren die Skizzen durcheinander, doch sie waren älter als drei Wochen. Kein Datum war von heute oder von gestern.
Er war hierhergekommen, um mit Selina zu reden. Oder sich zumindest sich von außen zu vergewissern, dass es ihr gut ging und sie doch nicht an Magersucht litt. Aber seine Sinne brachten die Gewissheit, die er sich die letzten zehn Minuten nicht hatte eingestehen wollen:
Selina war weg.
Verschwunden mit Hab und Gut und er wusste nicht wohin.
Kein Anhaltspunkt im ganzen Haus.
Er sollte Drake anrufen und ihn bitten, sie zu orten.
Drew ließ sich in den Schreibtischstuhl fallen und griff nach einer Skizze. Seine Maße standen dort an einer neuen Uniform für das Training. Robuster, ein Stoff, der nicht so schnell riss und genug Freiheiten ließ, um nicht sofort zu schwitzen, gleichzeitig sah es auch ziemlich modisch aus. Er hätte es gerne anprobiert, gerne getestet und gesehen, wie es ihm stand.
Er schloss die Augen und die Skizze entglitt seinen Fingern.
Drew fühlte sich so müde von diesem Krieg. So ausgelaugt und schlapp, denn sie kamen nicht voran. Es war wie verhext, sie befanden sich in einer Sackgasse mit den Luchsen.
Und die einzige Person, die ihn retten, ihn aufheitern, ihm etwas von seiner Energie und Lebendigkeit zurückgeben könnte, die war nicht da.
Selina war weg und er wusste, dass er seine Chance vertan hatte. Sie würde ihm nie wieder erlauben, ihr noch einmal so nahe zu kommen, wie er es vor drei Monaten getan hatte.
Er hatte ihr Herz gebrochen. Sie hatte seines mit sich genommen.


2 Jahre Später, England, London


Helles Blitzlichtgewitter ließ sie fast erblinden und doch strahlte sie in die Kamera wie schon lange nicht mehr.
Ihr erster öffentlicher Auftritt nach zwei Jahren und die Fotographen flogen auf sie, konnten nicht genug davon bekommen, Fotos von ihr zu machen und schrien ihr Fragen zu, die sie mit einem sanften Lächeln abschmetterte. 
Selina würde niemandem etwas erklären, niemandem erzählen, wo sie die letzten Jahre gesteckt hatte.
Ihre Abteilung war auch so gut gelaufen, ihre Mode verkaufte sich sogar noch etwas besser, als von vor zwei Jahren und ihre Einfälle waren neu, frisch und – besonders wichtig – Alltags tauglich.
Sie schritt an den Reihen der Fotographen vorbei, ein Traum aus schwarzer Seide bedeckte ihren Körper, formte ihre Silhouette, umschmeichelte ihre Kurven und betonte nur zu gut, wie gesund sie sich fühlte.
Sie war stark. Sie hatte die Zeit nach der Trennung überstanden. Sie hatte stark sein müssen, hatte nicht aufgeben dürfen und das war gut so.
Niemand würde sie jemals dazu bringen, dass sie sich selbst aufgab. Vielleicht für eine Zeit lang verlor, aber niemals aufgab und sie würde stets zu sich selbst zurück finden!
Niemandem räumte sie dieses Recht ein, auch nicht einer äußerst attraktiven Katze, die sie am Eingang zur Festhalle erwartete.
Natürlich, wie hätte es auch anderes sein sollen?
Londons noch immer meist begehrtestes Model ließ es sich nicht nehmen, hier zu erscheinen. Dabei hatte er doch einen Krieg zu führen oder nicht?
Sie wusste es nicht. Nach ihrem Abtauchen hatte sie jeglichen Kontakt zu Alexia und – so sehr es auch geschmerzt hatte – zu ihrem besten Freund Vincent abgebrochen, um keine Informationen mehr über das Leben der Wandler und den Krieg, der im Untergrund tobte, zu bekommen. Sie wollte mit diesem Teil ihres Lebens abschließen. Einfach nur neu anfangen.
Doch es war schwer, wenn der Geist der Vergangenheit auf einmal direkt wieder vor einem stand.
Drew sah noch immer so gut aus, wie früher. Vielleicht sogar noch etwas besser.
Ein Drei-Tage-Bart zierte seine markanten Züge, seine blauen Augen leuchteten stechend klar und sie war für einen Moment wie gefangen.
Da war er wieder: Der Zauber, der sie immer befiel, wenn sie ihn sah. Ihr Herz setzte einen schnelleren Takt ein, die Luft blieb ihr weg und sie wünschte sich nichts sehnlicher, als ihm um den Hals zu fallen und ihre Nase an seiner Halsbeuge zu vergraben, um seinen Geruch nach Wald, Erde und Mann einfach nur einzusaugen.
Doch sie tat nichts davon.
Stattdessen bedachte sie ihn mit einem kühlen, arroganten Blick, alles Freundliche und Sanfte aus ihrem Gesicht wie weggewischt und stolzierte mit wiegenden Hüften an ihm vorbei.
Sollte er ruhig sehen, was er sich entgehen ließ. Er war selbst schuld, jetzt war sie nicht mehr zu haben.
Nicht für ihn. Niemals wieder.

Drew sah ihr nach, verweigerte es sich, sie anzusprechen. Er würde schon noch sein Gespräch bekommen, aber hier war weder der richtige Ort, noch die richtige Zeit dafür.
Er musste sich nur lange genug gedulden, bis diese Veranstaltung endlich zu Ende war. Eine Pflichtübung, die er nur zu gerne hätte sausen lassen, aber dafür würde ihm sein Alpha das Fell über die Ohren ziehen und er hatte eigentlich keine Lust, sich mit Gabriel anzulegen, wenn dieser in entsprechend pissiger Laune war.
Und jetzt war er froh drum, hier zu sein.
Selina war wieder in der Stadt, zeigte sich in der Öffentlichkeit und war so beliebt wie nie.
Doch das interessierte ihn wenig. Ihn kümmerte mehr, dass sie Fleisch auf den Hüften hatte. Sie sah wunderschön aus!
Das Kleid umfloss ihre Figur, betonte die Kurven, die er so liebte und ihr langes Haar hatte sie sich halb hochgesteckt, sodass es wie ein Pferdeschanz wirkte, nur viel eleganter aussah. Wie sie das schon wieder hinbekommen hatte, verstand er nicht, aber am liebsten hätte er seine Hand ausgestreckt und seine Finger in ihrer Fülle vergraben, das seidige Gefühl ihrer Haare genossen. Ihre Wangen waren leicht rosig, die weiße Haut wirkte wie Porzellan auf ihn, selbst auf diese Entfernung und er erinnerte sich nur zu gut daran, wie sie sich anfühlte.
Später. Ich muss mich nur gedulden und Geduld ist etwas, was ich zur Genüge besitze.
Immerhin war er ein Jäger. Ein Meister darin, still zu verharren und zu warten, bis seine Beute sich sicher genug fühlte, sodass er zuschnappen konnte.
Sollte sie diese Veranstaltung genießen, kokett mit anderen Männern flirten. Bald würde sie ja doch wieder ihm gehören, denn ganz gleich, was er zu ihr sagte oder wie weit sie vor ihm davon rannte und sich versteckte, sie würde immer seine Frau sein.
Seine ewige Gefährtin!





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